 Geschichtliches zur Doce
Pares Eskrima Organisation e.V. Im
Juni 2006 nahm die "Doce Pares Eskrima Organisation e.V." ihre Arbeit
auf. Der Verein wurde von zwölf Mitgliedern der "Kampf-Kunst-Schule
Schwaigern" und der Eskrima-Abteilung des TV Stuttgart-Bad Canstatt
gegründet. Schwaigern ist eine kleinere romantische Stadt in
Baden-Württemberg, im Westen des Landkreises Heilbronn gelegen, an
einem Ausläufer des Neckars. Dort wurde in dem Fitness-Studio "Fit
& Fun" im Jahre 2001 eine Schule für Doce Pares unter Leitung
von
Horst Eckert eröffnet, die zur damaligen Zeit noch dem "Doce Pares
Deutschland e.V." unter Leitung von Hubert Mayr angehörte. Verschiedene
persönliche und philosophische Unterschiede führten dazu, dass sich die
Schule von dem Verein löste und man sich entschloss, einen eigenen
Verband zu gründen. Der Verband hat seinen Sitz in Brackenheim, eine
kleine Stadt im südlichen Kreis Heilbronn, eine bekannte Weingegend und
vorallem auch berühmt als die Geburtsstadt von Theodor Heuss.
Das
Ganze begann zwischen 1998 und 1999, als zu dieser Zeit Horst,
Instructor und inzwischen 3. Danträger im Doce Pares und Gründer der
"Doce Pares Eskrima Organisation e.V.", noch im Ju Jutsu aktiv war. Auf
Anregung der Polizei beschlossdie Bundesverbandspitze, die
Selbstverteidigung gegen Waffen aufzunehmen, wofür der philippinische
Stockkampf-Stil Eskrima geradezu prädestiniert schien. Bereits zu
dieser Zeit beschäftigte er sich schon mit anderen Stocktechniken wie
Bo Jitsu. Zur Jahrtausendwende beschloss er dann, auf die Philippinen
zu reisen, um dort direkt beim Großmeister des Eskrima-Kampfstils zu
trainieren. So flog Horst schießlich am 17. Dezember 1999 auf die
Philippinen. Doch die Freude auf das Training währte nicht lange, denn
alle Bemühungen, damals mit Eskrima in Verbindung zu kommen, schlugen
zunächst einmal fehl, und enttäuscht kehrte er im Januar nach
Deutschland zurück, ohne dort irgendwo Eskrima kennen gelernt zu haben. |

Fitness-Studio in Schwaigern
Zum Vergrößern Anklicken 
Ortseinfahrt von Schwaigern |
Dionisio "Diony" Cañete |
Zurück
in Deutschland, widmete er sich dann wieder einschlägigen Büchern. U.a.
stieß er auf das Lehrbuch "ARNIS ESKRIMA KALI", verfasst von dem
Stockkampf-Meister Dr.-Ing. Gunnar Siebert aus Berlin, Cheftrainer des
A.E.K. Berlin. Daraufhin kam er mit ihm ins Gespräch, und erfuhr dabei,
dass er den philippinischen Großmeister Ciriaco, genannt "Cacoy",
Cañete für einen Lehrgang in Doce Pares Eskrima nach Berlin eingeladen
hatte. Horst wurde dann ebenfalls zu diesem Lehrgang eingeladen und
nahm auch daran teil. Cacoy Cañete war damals schon 81 Jahre alt. Trotz
seines hohen Alters war er erstaunlich beweglich und beherrschte den
Stock mit einer faszinierenden Schnelligkeit. Es stellte eine
unbeschreibliche Erfahrung dar, diesen Mann zu erleben. |
Nach
dem Seminar schließlich konnte Horst Kontakt mit Cacoy aufnehmen und
mit ihm sprechen, und erhielt dann auch von ihm eine persönliche
Einladung ins Hauptquartier des Doce Pares in Cebu City bei Dionisio
"Diony" Cañete, Chef und Großmeister des Doce Pares Eskrima auf den
Philippinen. Am
20. Dezember 2000 endlich flog er dann zum zweiten Mal auf die
Philippinen, um dort ab dem 10. Januar 2001 in Cebu City mit dem
Training zu beginnen. So folgte dann ein 14tägiges Training, täglich
fünf Stunden. Zur selben Zeit lernte er auch Frans Stroeven aus
Holland, damals 5. Danträger im Doce Pares Eskrima, kennen, der den
Kampfstil Doce Pares Eskrima auch in Deutschland bekannt machen wollte
und machte. Im
April des Jahres 2001 wurde dann ein Lehrgang im nahegelegenen Lauffen
abgehalten, das vom Großmeister Percival Pableo "Val" und Frans
Stroeven geleitet wurde. Am Ende des Lehrgangs wurde der Gründer der
Organisation zum Instructor-Lehrgang eingeladen. Im November begann
dann eine sechsmonatige Instructor-Ausbildung. Da
Doce Pares zur damaligen Zeit noch recht unbekannt war, bestand auch
kein Interesse, diese Sportart im Verein aufzunehmen. So gründete der
jetzige Leiter des Verbandes in Schwaigern seine eigene Schule, was
jedoch auch nur möglich war, weil er den Leiter des Studios persönlich
kannte und er ein offenes Ohr dafür hatte. Dort fand dann am 8. April
2002 das erste Training statt, was dann vorrangig für die Vorbereitung
zur Instructor-Ausbildung diente. Kurz zuvor, am 24. Februar 2002,
wurde der Deutschlandverband unter Vorsitz des Präsidenten Hubert Mayr
in Bielefeld gegründet. Nach der erfolgreichen Instructor-Ausbildung am
20. April 2002 wurde die Schule in Schwaigern am 03. Mai offiziell
eröffnet. Schon Anfang des folgenden Jahres konnte unter Leitung von
Frans Stroeven die erste Gelbgurt-Prüfung der Schwaigerner Schule
erfolgen, an der alle erfolgreich abschnitten. |
| Mit
der Zeit bildeten sich aber verschiedene Differenzen heraus zwischen
der Schule und dem Doce Pares Deutschland Verband. Diese spitzten sich
immer mehr zu, so dass sich der jetzige Leiter und einige Mitglieder
der Schwaigerner sowie einer Stuttgarter Schule schließlich dazu
entschlossen, sich vom Verband zu trennen und einen eigenen Verband zu
gründen, der das Original Doce Pares der Philippinen von Dionisio
"Diony" Cañete beibehalten sollte. So fand im Oktober 2005 die erste
konstituierende Sitzung statt, wo man offiziell beschloss, sich vom
Deutschlandverband zu trennen und einen eigenen Verband mit der
Bezeichnung "Doce Pares Organisation e.V." zu gründen. Der Instructor
und Inhaber der Schwaigerner Schule und inzwischen 3. Danträger wurde
dabei zum ersten Präsidenten bestimmt. Im Juni 2006 schließlich wurde
der Verband als gemeinnütziger Verein anerkannt, und fungiert seitdem
offiziell als solcher, dem nur Schulen und Vereine als Mitglieder
angehören können. Mitglieder sind inzwischen die Schule in Schwaigern
und eine Schule in Stuttgart, im August dieses Jahres hatte eine Schule
in Nordheim ihre Pforten geöffnet, weitere sind in Aussicht. |
Horst bei einer Übung mit dem Jo, einem
Langstock | Bereits
im September desselben Jahres gelang es der Organisation, einen der
höchstrangigen Großmeister - Percival "Val" Pableo, damals 9. Dan - aus
den Philippinen zu einem zweiwöchigen Aufenthalt nach Brackenheim
einzuladen und am 16./17. September einen Wochenendlehrgang abzuhalten.
Einen Bericht zum Lehrgang sowie eine Bilderserie gibt es hier.
Im
Jahre 2007 gelang es der Organisation, mehrere internationale Kontakte
zu knüpfen. So lud man zum fünfjähren Bestehen ihrer Schule, der
Kampf-Kunst-Schule in Schwaigern, den norwegischen Cheftrainer Danilo
Huertas zum Jubiläumsseminar ein, das von ihm abgehalten wurde. Man
konnte dazu auch eine Gruppe aus dem ungarischen Debrecen gewinnen, die
mit mehreren Leuten nach Brackenheim reiste, um auch an dem Seminar
teilzunehmen. Am 27./28. Juli durfte sich die Organisation über
mexikanischen Besuch freuen, denn an diesen beiden Tagen war eine
Studentin aus Mexiko hier zum Training, woraus sich spontan eine
Freundschaft entwickelte. Dies wurde ermöglicht vom Präsidenten des
Doce Pares in Mexiko. Die
Organisation konnte sich auch erweitern, denn es kamen neue Schulen
hinzu. So eröffnete Horst am 1. März 2007 seine Schule "Eskrimador" in
Neckarsulm. Ferner begann man schließlich im Juni mit dem
Jugendtraining in Steinheim, ein schon lange gehegter Wunsch. Anfang
November startete auch das Jugendtraining in Brackenheim-Neipperg sowie
im "Eskrimador". In Bad Homburg konnte man ebenfalls ein neues Mitglied
gewinnen, der dort eine Eskrima-Gruppe plant. Am 1. November traten
auch Mitglieder des Mainzer Black Belt Centers in die Organisation ein,
mit sehr erfahrenen Kampfsportlern. Diese Gruppe wird nun ausgebildet,
um das Doce Pares Eskrima als weitere Kampfsportkunst in der Schule mit
aufzunehmen. Den
Pressebericht zur Gründung, erschienen in der "Heilbronner Stimme" am
13. Juni 2006, können Sie hier
lesen. Zum
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