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Training: Ein
Doce Pares Training dauert in der Regel 90 Minuten. Beim Training wird
meistens ein spezieller Kampfanzug getragen, wie in anderen
Kampfsportdisziplinen auch. Jedoch ist das Tragen dieses Anzugs nicht
starr geregelt, so dass, besonders bei den unteren Graduierungen, auch
in lockerer Trainingskleidung trainiert werden kann. Im Gegensatz zu
den meisten anderen Kampfsportarten, bei denen meistens ein weißer
Anzug getragen wird, trägt man im Doce Pares einen schwarzen Anzug mit
roten Streifen, bestehend aus einer Hose und einer Jacke. Statt der
Jacke kann auch ein spezielles Doce Pares T-Shirt getragen werden. Es
gibt zwar ein Gurtsystem, das ähnlich aufgebaut ist wie das im Karate,
jedoch werden im Doce Pares keine Farbgürtel als solche getragen. Der
Gürtel hat standardmäßig wie der Anzug eine schwarze Farbe, obwohl der
Einsteiger "Weißgurtträger" ist. Die Gürtelfarbe wird lediglich durch
einen kleinen farbigen Aufnäher o.ä. am Gürtel gekennzeichnet. Der
schwarze Kampfanzug wird von den Schülergraden getragen, für
Meistergrade (ab dem 1. Dan) gibt es dann rote Anzüge. Eine spezielle
Schutzausrüstung ist nicht erforderlich, da in einem normalen Training
nicht auf Vollkontakt trainiert wird. Eine separate Schutzausrüstung
gibt es dann speziell für das Wettkampftraining. Eine solche Ausrüstung
besteht aus Kopfschutz mit Gesichtsgitter, einer gepolsterten Weste und
Handschuhen. |

Schüleranzug in schwarz
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Ein typisches Training in unseren
Schulen ist in drei freien Einheiten aufgeteilt. Bevor man mit dem
Training beginnt, erfolgt zuerst eine offizielle Begrüßung. Im Eskrima
ist es allerdings nicht üblich, weitergehende Zeremonien, wie
Meditationsübungen oder ehrerbietendes Abknien etc. zu praktizieren.
Allerdings existiert auch hier eine gewisse Ehrerbietung. Bevor man mit
dem Training anfängt, stellt man sich in einer Reihe auf, und grüßt
dann auf Kommando des Lehrers (Yuko) ab, indem man die
rechte Faust auf die linke Brust legt und den Kopf leicht verneigt.
Dieser Gruß wird auch von den Traininspartnern vor und nach einer Übung
gemacht. Das Training beginnt dann mit Konditions-, Aufwärm- und
Dehnübungen, die den Körper geschmeidig und beweglich machen sollen.
Darauf folgen dann verschiedene Selbstverteidigungstechniken, wobei
dann im späteren Stadium auch die Fallschule eine wesentliche Stellung
einnimmt. Diese beginnt zuerst statisch von der Hocke bzw. im Sitz bis
zum Stand, später dynamisch, d.h. aus der Bewegung heraus und im freien
Fall bis hin zur freien Rollschule mit Waffen.
Schließlich
wird mit Stöcken trainiert, Einzel- und Doppelstock, mit und ohne
Partner, wobei im fortgeschrittenen Niveau der Messerkampf hinzukommt.
Diese Einheiten sind jedoch nicht streng geregelt und können nach
Belieben und Bedarf trainiert werden. Am Anfang steht aber immer ein
Aufwärmtraining, sei es in Form von Gymnastikübungen oder
Ablaufsequenzen mit dem Stock, die dann mehrere Minuten dauern können,
den sogenannten Pick-ups. Ein Pick-up ist eine
Abfolge von Schlag- und Angriffstechniken, die fließend durchgeführt
werden, ähnlich wie bei einem Sayaw, nur mit dem Unterschied, dass das
Pick-up sich stets nach einem festen Schema wiederholt oder auch frei,
wobei ein Sayaw einmalig nach einem festgelegten Muster durchlaufen
wird. Die Doce Pares Eskrima Organisation e.V. hat dafür eigene Pick
up-Systeme entwickelt, die dem entsprechenden Gurt- und Kenntnisstand
angepasst sind.
Unterrichtet
werden die Schüler nur von ausgebildeten Instructoren, Prüfungen können
nur von Personen abgenommen werden, die von Dionisio Cañete dazu
autorisiert sind. Im Doce Pares gibt es vier Arten von Instructoren:
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Vollkontakt |
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Basic-Instructor,
welcher mindestens Grüngurt-Träger sein muss. Der Basic-Instructor kann
bis maximal zum Grüngurt ausbilden und Prüfungen im Gelbgurt abnehmen.
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Junior-Instructor,
mindestens Braungurt I-Träger, kann bis Braungurt unterrichten. Der
Junior-Instructor darf Prüfungen bis zum Grüngurt abnehmen und kann
Beisitzer bei Prüfungen bis zu seinem Gürtelgrad sein.
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Full-Instructor, ab Schwarzgurt, hat die Berechtigung bis maximal zum eigenen Gürtel zu unterrichten und Prüfungen abzunehmen.
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Senior-Instructor, ab 6. Dan.
Das
Doce Pares kennt acht Schülergrade, die auf einem Farbgurtsystem
aufgebaut sind. Von einem Gurt zum nächsten gibt es eine
Mindestwartezeit, die in besonderen Fällen verkürzt werden kann. Das
Gurt-System des Doce Pares ist wie folgt aufgebaut:
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Yellow Belt (Gelbgurt), kann nach einem halben Jahr kontinuierlichen Trainings abgelegt werden
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Orange Belt (Orangegurt), Wartezeit: ein halbes Jahr
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Green Belt
(Grüngurt), Wartezeit: ein halbes Jahr, berechtigt zur Teilnahme an
Basic-Instrutor-Ausbildungen und Ablegen der Basic-Instructor-Prüfung
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Blue Belt I ( Blaugurt I), Wartezeit: 1/2 Jahr
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Blue Belt II (Blaugurt II), Wartezeit: 1/2 Jahr
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Brown Belt I
(Braungurt I), Wartezeit: 3/4 Jahr, berechtigt zur Teilnahme an
Junior-Instructor-Ausbildungen und Ablegen der
Junior-Instructor-Ausbildung
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Brown Belt II ( Braungurt II), Wartezeit: 3/4 Jahr
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Brown Belt III (Braungurt III), Wartezeit: 3/4 Jahr
Voraussetzung
zur Teilnahme an Prüfungen sind auch eine angemessene Anzahl von
Besuchen an Seminaren, die vom Verband angeboten werden oder
Trainingsaufenthalte auf den Philippinen. Ein Trainingsaufenthalt auf
den Philippinen wird höher bewertet und kann auf die Wartezeit
angerechnet werden, wenn der Schüler entsprechende Fortschritte
vorweisen kann. Wurden alle 8 Schülergrade abgelegt und erfolgreich
bestanden, folgen die Meistergrade. Davon gibt es 12:
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1. Schwarzgurt (1. Grad bzw. 1. Dan), Wartezeit: 1 Jahr
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2. Schwarzgurt (2. Grad bzw. 2. Dan), Wartezeit: 2 Jahre
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3. Schwarzgurt (3. Grad bzw. 3. Dan), Wartezeit: 3 Jahre
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4. Schwarzgurt (4. Grad bzw. 4. Dan), Wartezeit: 4 Jahre
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5. Schwarzgurt (5. Grad bzw. 5. Dan), Wartezeit. 5 Jahre.
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6. Schwarzgurt (6. Grad bzw. 6. Dan), wird verliehen. Ab dem 6. Grad ist man Senior-Instructor.
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7. - 12. Schwarzgurt (7. - 12. Grad bzw. Dan), wird verliehen.
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