sprache

Begriff

Doce Pares - MULTI STYLE SYSTEM - umfasst sechs Übungstechniken:

1. Solo Olisi (Einzelstock)....mehr

2. Doble Olisi (Doppelstock)....mehr

3. Espada y Daga (Stock und Messer)

Espada y Daga: (auch: "Punta y Daga" oder "Olisi y Bara"). Damit bezeichnet man den Kampf mit einem Stock und einem Messer (vom Spanischen espada = Schwert und daga = Dolch). Diese Technik ist die schwierigste und komplizierteste Technik des Doce Pares. Sie ist auch in verschiedenen anderen Systemen anzutreffen, wie z.B. im Cabales Serrada Eskrima Stil. Man nimmt an, dass dieses System - wie das Eskrima überhaupt -von der europäischen Fechtkunst abstammt. Das deutet auch schon der Name Eskrima an, denn im Spanischen bedeutet "la esgrima" die Fechtkunst. Lange Zeit bezeichnete man auf den Philippinen als Escrimador jemanden, der seine eigenen Landsleute an die spanischen Eindringlinge verriet und für spanische Interessen eintrat und diese durchsetzte. Im Jahre 1595 drangen Legazpi und seine Männer das erste Mal auf den Philippinen ein, um dort die spanische Herrschaft aufzubauen und das Land zu christianisieren. Er war der erste Spanier, der erfolgreich Filipinos in seinen Dienst stellte und auf ihre eigenen Landsleute hetzte. Er war der erste Regierungschef und bekehrte die Einheimischen zur Katholischen Religion; wer sich widersetzte, wurde gefoltert und geköpft, die ihm folgten wurden mit Landeigentum belohnt. Einheimische Krieger wurden von sogenannten spanischen Kampfmönchen angeheuert und ausgebildet.

Nach dieser militärischen Ausbildung durch die Spanier trainierten die Filipinos eine Mischung aus südostasiatischer Kampfkunst und europäischer Fechtschule, woraus über die Jahrhunderte die einzigartige Identität des Eskrima entstanden ist. Bis heute noch spürt man deutlich den Einfluss der spanischen Kolonialisten in den Philippinen, auch hat sie deutliche Merkmale in der Kampfkunst hinterlassen. So übernahmen die Filipinos z.B. von den Spaniern die Kampfschule mit Dolch und Degen, woraus das Espada y daga hervorgegangen ist.

Dabei führt die starke Hand (in der Regel die rechte) einen Stock (dieser ersetzt den Degen bzw. das Schwert), - diese Hand ist die Angriffshand - und die schwache (linke) Hand führt ein Übungsmesser. Die Funktion der Stockhand ist hauptsächlich der Angriff, die Messerhand dient der Abwehr, aber auch dem Gegenangriff. Dabei kann das Messer als kurzer Gegendstand zur reinen Abwehr verwendet werden, aber auch für Handkontrollen und Verhebelungen dienen. Angriffe können als Stich oder Schnitt erfolgen

Das Training beginnt in der Regel mit Übungen zur Koordination der beiden Waffen mit verschiedenen Stich- und Kontrollmustern. Es werden Partnerübungen (Drills) trainiert, wobei der ständige Wechsel von Schlag- und Kontrolltechniken und die Koordination der beiden Waffen geübt wird. Im späteren und fortgeschrittenen Stadium kommen dann auch Fußarbeit, Körperwinkel, Blöcke und eventuell auch Würfe hinzu.Ein Stil von Felimon Cañete.

Im späteren Laufe wurde den Filipinos verboten, Waffen zu tragen. So wurden dann die Kampftechniken nur noch im Verborgenen geübt und nur innerhalb der Familien von Mund zu Mund und von Generation zu Generation weitergegeben. Kampftechniken und -handlungen wurden als Tänze verschlüsselt und so in der Öffentlichkeit zu festlichen Anlässen vorgetragen, woraus sich dann u.a. auch die Sayaws (Formen) entwickelt haben.

4. Mano Mano (leere Hand)....mehr

5. Baraw (Messer)....mehr

6. Dumog (Bodenkampf) ....mehr