Begriff
- Doce Pares Eskrima
- Doce Pares (Begriff)
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Doce Pares - MULTI STYLE SYSTEM - umfasst sechs Übungstechniken:
1. Solo Olisi (Einzelstock)
Solo Olisi (Einzelstock), auch Solo Baston genannt: Im Eskrima bezeichnet man damit die Handhabung mit einem einzelnen Stock. Dabei ist Eskrima eine der seltenen Kampfkünste, die mit dem Waffentraining beginnt und erst im späteren Stadium zur waffenlosen Selbstverteidigung übergeht. Der Grundgedanke dahinter ist, das der Stock dabei lediglich als "verlängerter Arm" angesehen wird. Jede Stocktechnik kann auch mit kürzeren Waffen oder waffenlos ausgeführt werden. In der Regel wird erst der fortgeschrittene Schüler, der die Techniken mit dem Stock beherrscht, dann in kürzeren Waffen trainiert, mit dem waffenlosen Training als Endstadium.Somit wird ein Anfänger im Eskrima das Training immer zuerst mit einem Stock beginnen. Dabei werden die verschiedenen Grundangriffspunkte und deren Abwehr gelernt. Der verwendete Stock ist normalerweise ein Rattanstock von ca. 70 cm Länge und 2 cm Durchmesser. Die Waffenhand mit dem Stock ist die starke Hand und wird in erster Linie für den Angriff gebraucht, wobei die freie Hand hauptsächlich der Verteidigung dient, mit ihr wird die Waffenhand des Gegners kontrolliert. Mit Wirbeltechniken ("Amarra") wird die Kraft im Handgelenk und die Koordination gefördert.
Als die Philippinen im 16. Jahrhundert von den Spaniern besetzt wurden, verboten diese den Einsatz von Klingenwaffen, um zu verhindern, dass sie die Rebellen angreifen würden. Die Filipinos aber umgingen dieses Verbot, indem sie Stöcke oder ihre Werkzeuge verwendeten, um ihr Training damit abzuhalten. Diese Trainingsutensilien sollten dann das Schwert oder das "Bolo" ersetzen, und fortan wurde der Stock primäre Selbstverteidigungswaffe und diente bzw. dient als Ersatz für das Schwert ("Espada"). Es gibt aber auch reine Stocktechniken, die nicht mit einem Schwert ausgeführt werden.
Einzelstock-Techniken werden in folgenden drei Distanzen geübt:
- Corto oder Nahdistanz (auch "Hubad" genannt), wobei man ganz dicht zum Gegner steht. Hier wird deshalb vorallem Wert auf kreisförmige Angriffe und einen ständigen Wechsel des Angriffswinkels gelegt. Hier kommt die Rückseite des Stocks zum Einsatz, Stöße mit Knie, Ellbogen, Kopf und Schulter und Hüfttechniken werden eingesetzt. Kennzeichnend für kurze, flache Schläge mit ständigem Richtungswechsel. Von Lorenzo und Teodoro Saavedra und später von Ciriaco Cañete (Corto Linear, Corto Kurbada, Corto Orihinal).
- Medya oder Mitteldistanz (auch "Sumbrada" genannt), dies kann man als die normale Kampfdistanz ansehen. Iin diesem Abstand erreicht man mit der Waffe den Körper und Kopf des Gegners und die freie Hand kann die angreifende Hand kontrollieren, mit gleichzeitigem Gegenangriff. Hier können auch Schlag- und Stoßtechniken angewendet werden. Von Jesus Cui. Es kommen spezielle Kontrolltechniken der Waffenhand des Gegners mit gleichzeitigem Gegenangriff zum Einsatz. Besonders zu erwähnen ist hier das "Tapi-Tapi", ein sehr ausgereiftes System, das mit kurzen und schnellen Schlägen ("Trapping") die angreifende Hand kontrolliert.
- Largo oder Distanzkampf (auch "Larga Mano" genannt) ist, wie der Name schon sagt, auf sehr lange Distanz ausgerichtet. Kennzeichnend ist hier die lange und ausweichende Beinarbeit und Wechsel des Schrittwinkels, wobei Beweglichkeit, Schnelligkeit und Ausdauer geschult werden. Angriffs- bzw. Abwehrpunkt ist dabei immer die gegenerische Waffenhand. Von Yoling Cañete und Vicente Carin.
Eine der grundlegensten Solo-Olisi-Übungen ist das Abecedario. In dieser Übung trainiert man, verschiedene Punkte des Gegners anzugreifen sowie die entsprechenden Verteidigungen dazu. Die Technik gibt es in verschiedenen Stufen, wobei aus allen möglichen Distanzen, Richtungen und Winkeln angegriffen und abgewehrt wird. Viele philippinische Stile konzentrieren sich auf verschiedene Angriffswinkel und deren Abwehr anstatt auf bestimmte Schläge oder Waffen. Der Gedanke dahinter ist, dass man mit oder ohne Waffen immer ähnlich aus dem gleichen Winkel angreift und man daher besser lernt, einen bestimmten Angriffswinkel abzuwehren als sich auf bestimmte Angriffe oder Waffen zu konzentrieren. Dabei gibt es je nach System unterschiedliche Anzahlen von Angriffspunkten. Das Doce Pares Eskrima lehrt, wie viele andere Systeme, 12 Angriffswinkel. Früher gaben die Filipinos jedem Angriffswinkel noch einen speziellen Namen, aber heute werden sie einfach durchnummeriert, so dass jeder Angriffspunkt eine bestimmte Zahl hat.
Als Schnelligkeits- und Koordinationsübungen gibt es verschiedene Partnerübungen, welche immer nach einem bestimmten Muster ablaufen. Hierbei wird besonders Wert auf Beweglichkeit gelegt, wobei Angriffe und Konter aus allen Richtungen und Winkeln erfolgen können. Eine weitere, sehr bedeutende Einzelstock-Übung ist der Arko, mit verschiedenen geradlinigen und Kreisschlägen. Weitere Parnterübungen (Drills) sind u.a.:
- Contrada
- Sumbrada
- Tres-Tres
- Estokada
- Hubad-Lubad
- Pinki-Pinki Linear
- Larga Mano
- Tapi-Tapi
- Tomba-Tomba
Schließlich gibt es fließende, tanzende Übungen mit dem Stock. Diese Übungen werden nicht mit einem Partner ausgeführt, sondern alleine, und entsprechen etwa einer Kata in anderen Kampfkunstarten. Da diese Übungen weich, anmutend und tänzerisch ausgeführt werden, heißen sie auch Sayaw, was auf philippinisch "Tanz" bedeutet. Ein anderer Name ist der einfache Ausdruck Form. Es gibt mehrere Stufen von Sayaws mit steigendem Schwierigkeitsgrad und zunehmenden Variationen. Ein Sayaw oder eine Form besteht aus vielen aufeinanderfolgenden Techniken. Sie bieten eine gute Möglichkeit, um sich mit der Materie des Stockkampfes auseinanderzusetzen. Obwohl kein Kampf, "kämpft" man gegen zwei oder mehrere imaginäre Gegner. Bei den Sayaws fließen alle Aspekte des Stockkampfes ein, wie Schlagkombinationen, Wirbeltechniken, Fußarbeit, Sprünge, Beweglichkeit, Hand- und Beintechniken - was ihr besonderer Reiz ausmacht. Mit Musik untermalt, können die Sayaws auch als eine Art meditative Übung ausgeführt werden.
2. Doble Olisi (Doppelstock)....mehr
3. Espada y Daga (Stock und Messer)....mehr
4. Mano Mano (leere Hand)....mehr
5. Baraw (Messer)....mehr
6. Dumog (Bodenkampf) ....mehr